20 Jahre Protest gegen den Fichenskandal

Februar 2010

Sponsoren gesucht: Jeder Beitrag zählt !

Am 3. März dieses Jahres jährt sich die Protestkundgebung gegen den Schnüffelstaat, die damals schweizweit bisher grösste Demonstration überhaupt, zum zwanzigsten Mal. Sie war der Auftakt zu zahlreichen Aktionen im Zuge des Fichenskandals: Der Bundesrat musste sich diesem öffentlichen Druck beugen und auf die Aktenvernichtung verzichten. Über 350'000 Leute verlangten Einsicht in ihre Fichen, viele Kulturschaffende schlossen sich dem Kulturboykott an (Diamantfeier), in den Kantonen/Städten organisierten sich Betroffene, um gegen die Staatsschützer anzukämpfen.

Im Auftrag von grundrechte.ch realisiert Tele G darüber eine sachlich-satirische Sondersendung (ca. 20-30 Minuten): Eine Erinnerung für die damals Betroffenen und Engagierten, ein historischer Rückblick wider das Vergessen, ein Anknüpfungspunkt für die anstehenden Diskussionen um Gesetzesverschärfungen im Überwachungs- und Datensammelbereich.

Wesentliche Eckpunkte der Sondersendung: Wie war das damals? Beteiligte und “ExpertInnen” blicken zurück. Was ist heute davon geblieben? Eine Strassenumfrage soll zeigen, woran sich die Leute heute noch erinnern. Was hat sich seither getan oder verändert? Aufzeigen, wie die Überwachungsmechanismen modernisiert worden sind und laufend ausgebaut werden. Welche Ziele konnten mit den Protesten erreicht werden? Wird heute weniger oder noch mehr überwacht als vor 20 Jahren? Nebst vorhandenem Bildmaterial über den Fichenskandal und Protestaktionen sind Interviews mit Leuten geplant, die damals in unterschiedlichen Positionen aktiv am Geschehen beteiligt waren.

Mit den zur Verfügung stehenden (finanziellen und zeitlichen) Mitteln ist es nicht möglich, einen dokumentarischen Film im “klassischen Sinn” zu realisieren, Recherche- und Produktionszeiten müssen verkürzt werden. Tele G arbeitet daher mit den Mitteln des Mediums Fernsehen und persifliert dieses gleichzeitig. Fernsehen “darf” (oder besser: “erlaubt sich”), was dem Dokumentarfilm nicht erlaubt ist. Tele G bedient sich der bereits bekannten Fakten, bemüht sich aber um eine neue Perspektive, eine spezielle “Sicht” auf die damaligen Geschehnisse. Das Minimalbudget beträgt rund 16’000 Franken (inkl. Kameramann, Equipement und Schnittplatz). grundrechte.ch sucht daher private Sponsoren (Einzelpersonen, Organisationen), die das historische Videodokument mit einem einmaligen Beitrag unterstützen. Sie werden im Vor- bzw. Abspann der Sondersendung namentlich erwähnt und erhalten eine DVD zur freien Verwendung.

Die Sondersendung soll als DVD erhältlich sein (für Veranstaltungen, Schulunterricht etc.) und über Internet (Websites, auf youtube etc.) allen Interessierten zur freien Verfügung stehen, die sich für das Grundrecht der Überwachungsfreiheit engagieren wollen

 

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