Gemeinde sistiert Alkohol-Testkäufe

24. Januar 2013

Kö­niz sis­tiert we­gen un­zu­rei­chen­den recht­li­chen Grund­la­gen die Al­ko­hol-Test­käu­fe von Ju­gend­li­chen. Für die Ge­mein­de ist die Ein­hal­tung der Ju­gend­schutz­be­stim­mun­gen aber wei­ter­hin ein wich­ti­ges An­lie­gen.

Im Ok­to­ber 2012 führ­te die Fach­stel­le Prä­ven­ti­on in der Ge­mein­de Kö­niz Al­ko­hol-Test­käu­fe durch. Ge­prüft wur­den ins­ge­samt 20 Re­stau­ra­ti­ons­be­trie­be und Ver­kaufs­stel­len. 12 Be­trie­be (60 Pro­zent) ver­kauf­ten trotz vor­gän­gi­ger Sen­si­bi­li­sie­rungs­kam­pa­gne und Vor­an­kün­di­gung im Amts­an­zei­ger Bier an 14-jäh­ri­ge Ju­gend­li­che. Die Ge­wer­be­po­li­zei zeig­te die fehl­ba­ren Be­trie­be und Per­so­nen an.

Die Ge­mein­de hat in der Fol­ge fest­ge­stellt, dass die Staats­an­walt­schaft die Ver­fah­ren be­tref­fend Wi­der­hand­lung ge­gen das Gast­ge­wer­be­ge­setz teil­wei­se ein­ge­stellt hat. Ge­mäss Bun­des­ge­richt gel­ten Test­käu­fe als ver­deck­te Er­mitt­lung und dür­fen in Straf­ver­fah­ren nicht als Be­weis­mit­tel ver­wen­det wer­den. Dies be­deu­tet, dass im An­schluss an Test­käu­fe kei­ne Bus­sen aus­ge­spro­chen wer­den dür­fen.

Die Vor­ste­her der Di­rek­tio­nen Si­cher­heit und Lie­gen­schaf­ten und Bil­dung und So­zia­les be­dau­ern, dass es im vor­lie­gen­den Fall zu ei­ner un­glei­chen Be­hand­lung der ge­büss­ten Per­so­nen ge­kom­men ist: Wer Ein­spra­che er­ho­ben hat, wird nicht ge­büsst; wer von ei­ner Ein­spra­che ab­ge­se­hen hat, muss die Bus­se be­zah­len. Die Ge­mein­de Kö­niz wird die Staats­an­walt­schaft dar­um er­su­chen, die stos­sen­de Un­gleich­be­hand­lung zu be­sei­ti­gen.

Die Ge­mein­de zieht auf­grund der un­zu­rei­chen­den recht­li­chen Grund­la­ge die Kon­se­quen­zen: Test­käu­fe, ver­bun­den mit An­zei­gen durch die Ge­wer­be­po­li­zei, wer­den so­lan­ge sis­tiert, bis die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen vor­han­den sind.

Für die Ge­mein­de ist die Ein­hal­tung der Ju­gend­schutz­be­stim­mun­gen beim Ver­kauf von Al­ko­hol aber wei­ter­hin ein wich­ti­ges An­lie­gen. Die zu­stän­di­gen Stel­len wer­den sich auf an­de­re Art für die Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen ein­set­zen.

Aus­kunfts­per­so­nen

Urs Wilk, Vor­ste­her Di­rek­ti­on Si­cher­heit und Lie­gen­schaf­ten, T 031 970 93 32 / 079 209 05 92

Ue­li Stu­der, Vor­ste­her Di­rek­ti­on Bil­dung und So­zia­les, T 031 970 93 50 / 079 688 25 49

 

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